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Kundenspezifische Einzelanfertigungen
 
Wir bauen nach Kundenspezifikationen Einzelgeräte, Kalibrierstandards und Zubehörteile. Gerade heutzutage, wo tendenziell immer mehr Hersteller ihre Programme verkleinern, decken wir diese Lücke ab.

Insbesondere, was die Fertigung von Einzelstücken angeht, können wir schnell und flexibel reagieren.

Ihre Fragen beantworten wir gerne. Bitte verwenden Sie hierzu das Formular auf unserer Kontaktseite, oder sprechen Sie uns direkt telefonisch unter den dort angegebenen Nummern an.















Als Beispiel sehen Sie eine Kundenspezifische Lösung: 2 x Synthesizer für Frequenzen von 1 Hz bis 50 MHz. 4 x Stromversorgungen, regelbar, 0-50V DC, 0-1 A,
1 Stromversorgung 2 x 5V DC, 22 A

 


Nach Kundenspezifikation gefertigtes Prüfsystem für Hochstrom-Shunts


Zur Messung von Hochstrom-Shunts benötigte ein Kunde ein rechnergesteuertes System.
Dieses System besteht aus der vom Kunden eingesetzten Stromquelle ( auf dem Photo die Blindfrontplatte) , einem Präzisionsvoltmeter Datron 1281 zur Messung des Spannungsabfalls über dem Shunt. Einer Ansteuereinheit für den Polwender, realisiert it einem HP 3488 mit HP 44471A Relaiskarte, sowie dem Polwender selbstt. Der Polwender wird benötigt um die Polarität des Stromes am Prüfling zu wechseln. Der Polwender ist für eine Dauerlast von 200A ausgelegt. Der Innenwiderstand pro Zweig beträgt 46µOhm. Es kommen gasgefüllte Präzisionsrelais und eine besondere Verbindertechnik zum Einsatz.

Vor Auslieferung wurde die Einheit 10 Stunden mit Nennstrom getestet und mit einer Wärmebildkamera überwacht. Es fand keine nennenswerte Erwärmung der Verbindungspunkte statt.




Nach Kundenspezifikation gefertigter Netztrafo:


In diesem Falle benötigte ein Kunde von uns einen Netrafo für ein Röhrengerät, da der Orginaltrafo eine zu hohe Spannung lieferte.
Der abgebildete Trafo liefert 6,3V 2 A und 232V 0,4A.
Wir können ein breites Spektrum an Transformatoren nach Kundenspezifikationen kurzfristig liefern.
 





















   

Komplette gefilterte und abgeschirmte Netzversorgung für Primärlabor


Für das neu errichtete Primärlabor (Kalibrierlabor) der Firma Testo Industrial Services in
Kirchzarten durften wir die gesamte abgeschirmte und gefilterte Netzversorgung liefern:
Schaltungsbeschreibung gefilterte Stromversorgung

1.    Störschutztransformator: Der Störschutztransformator wird von der hausinternen Versorgung mit L1, L2, L3 und PE über ein Kabel, 4 x 16mm² , abgesichert mit 63 A, versorgt. Der Störschutztransformator ist eingangsseitig im Dreieck verschaltet.  Ausgangsseitig ist der Störschutztransformator im Stern verschaltet, generiert also ein N ohne Bezug zu PE. Der Störschutztransformator verfügt über eine doppelte asymmetrische Schirmwicklung. Die Leistung des Störschutztransformators beträgt 25 kVA. Die Eingangsspannung ist durch Anzapfungen wählbar: 3 x 400 V AC +/-10%. Die Ausgangsspannung beträgt bezogen auf N: 3 x 230 V AC.
Vorteile: Am Ausgang des Störschutztransformators liegt eine AC-Spannung ohne DC-Anteile vor, welche im normalen Netz häufig vorkommen und zur Sättigung von Transformatorkernen in angeschlossenen Geräten führen können. Häufig brummen Transformatoren dann auch hörbar. Dadurch dass N galvanisch von PE getrennt ist, liegen auf dem N-Leiter nicht die sonst üblichen Störungen vor, die durch die Kopplung an der Potential-Ausgleichsschiene mit PE eingespeist werden.
Zusätzlich hat der Störschutztransformator noch eine Filterwirkung bis ca. 5 MHz von 30 dB, ist also in dem Bereich besonders wirkungsvoll, in welchem die allgegenwärtigen Schaltnetzteile Netzstörungen verursachen.
2.    Schaltschütz im Trafogehäuse: Sekundärseitig wird L1, L2 und L3 über einen Schaltschütz geschaltet. Dies hat den Vorteil, dass Spannungsspitzen beim Ausschalten keine angeschlossenen Geräte erreichen können. Das Schaltschütz wird durch die grüne „Ein“ Taste aktiviert. Nachdem das Schaltschütz angezogen hat, schließt ein Hilfskontakt und versorgt die Spule des Schaltschützes weiterhin mit Spannung. Es kann nur eingeschaltet werden, wenn der geräteinterne Notaus nicht gedrückt ist. Dieser trennt die Versorgungsleitung der Betätigungsspule von N. Ebenfalls muss eine Versorgungsspannung von der normalen Laborversorgung anliegen. Diese schließt ein Hilfsrelais, welches in Serie mit dem „Ein“ Schalter liegt. Der rote „Aus“ Schalter trennt die Haltespannung vom Hilfskontakt auf und der Schaltschütz fällt ab. Ein weiterer Hilfskontakt schließt, wenn das Schaltschütz angezogen hat. Dieser liegt in Serie mit der Notaus – Schleife der normalen Laborversorgung. Somit ist gewährleistet, dass bei Betätigung des geräteinternen Notaus auch die normale Laborversorgung abgeschaltet wird. Genauso wird auch die hier beschriebene Stromversorgung abgeschaltet, wenn der Notaus der normalen Laborversorgung betätigt wird.
3.    Netzfilter: Der Netzfilter hat eine Dämpfung von größer 30 dB im Bereich von 9 kHz bis 1 GHz. L1, L2, L3 und N werden in einzelnen hf-dichten Kammern separat gefiltert. Dadurch wird erreicht, dass ein eventuell Störungen produzierender Verbraucher auf einer Phase von den anderen Phasen entkoppelt ist. In diesem Falle wird eine Störunterdrückung im Frequenzbereich von 9 kHz bis 1 GHz von größer 60 dB erzielt. Für PE ist eine Störschutzdrossel eingebaut. Der Filter verfügt über einen Überspannungsschutz.
Vorteile: Ohne die Dynamik zu begrenzen oder durch Kernspulen Sättigungseffekte hervorzurufen, ist dieser Filter im Bereich von 9 kHz bis 1 GHz mit einer Dämpfung von mindestens 30 dB wesentlich wirkungsvoller als herkömmliche Filter.
4.    Hauptverteilung: Die Hauptverteilung wird über ein abgeschirmtes Kabel fest an den Netzfilter angeschlossen. L1, L2 und L3 durchlaufen separate Stromwandler 50A/5A. Die Ausgänge dieser Stromwandler, sowie L1, L2, L3 und N sind an der Siemens PAC 3200 Überwachungseinheit angeschlossen. Diese dient auch als Funktionskontrolle. Anschließend werden L1, L2, L3 und N über einen FI-Schalter zur Verteilung geführt. Insgesamt ist der Anschluss von 8 Unterverteilungen vorgesehen. Pro Unterverteilung ist jeweils L1, L2 und L3 mit 16A Sicherungsautomaten, B-Charakteristik abgesichert. N wird über eine Verteilerschiene geführt, PE über eine zweite galvanisch getrennte Verteilerschiene. Bis zu den Sicherungen ist die Verkabelung durchgängig in 16 mm² pro Ader durchgeführt. Die Ausgangsbuchsen und Stecker zu den Unterverteilungen, sowie zu der Siemens PAC 3200 Anzeigeeinheit, sind geschirmte Ausführungen. Das Gehäuse der Hauptverteilung ist hf-dicht ausgeführt. Der Zugang zum FI-Schalter und zu den Sicherungsautomaten erfolgt über eine hf-dicht verschraubte Service-Klappe.
5.    Rack: Das Rack dient der Unterbringung von Störschutztransformator, Netzfilter, Hauptverteilung und zur Aufnahme der Bedienelemente. Der Netzfilter sowie die Hauptverteilung liegen auf dem gefilterten PE-Potential und sind deswegen isoliert montiert. Auf der Frontplatte des Racks befinden sich: Siemens PAC 3200 Multifunktionsanzeige, Taste „Ein“, Taste „Aus“ und Notaus. Der obere Teil der Frontplatte kann einfach abgenommen werden und ermöglicht den Zugang zur Service-Klappe der Hauptverteilung.
6.    Kabel zu den Unterverteilungen: Hier kommen abgeschirmte Netzkabel mit 5 x 4 mm² pro Ader zum Einsatz. Diese Kabel werden soweit wie möglich auf separaten Kabelbrücken geführt, um Einstrahlungen möglichst gering zu halten.
7.    Unterverteilungen: Die Leiter (nicht der Schirm) der Zuleitungskabel werden in den Unterverteilungen durch eine Reihe Ferrit-Ringe geführt, um eventuell eingestrahlte Störungen zu minimieren. Dann erfolgt eine sternförmige Verteilung zu den einzelnen Steckdosen mit Einzelleitern. Es stehen pro Phase jeweils 5 Steckdosen zur Verfügung. Die externe Messerde wird durch eine Störschutzdrossel und Ferritringe zur Verteilerschiene geführt. Zwischen Messerde und PE ist ein Überspannungsschutz mit Ansprechspannung 90 V geschaltet.
Vorteile: Auf der Schirmung eingeprägte Störspannungen werden durch die Ferrit-Kerne in der Unterverteilung (Frequenzbereich 20 MHz- 2 GHz) , sowie den Ferrit-Filter nach der Unterverteilung, durch den die Netzkabel zu den Endverbrauchern geführt werden (Frequenzbereich 20 kHz-1GHz), nochmals gedämpft.
8.    Abschirmkonzept: Sämtliche Komponenten sind abgeschirmt. Nur Rack und Trafogehäuse befinden sich auf ungefiltertem PE-Potential. Alle weiteren Komponenten liegen auf gefiltertem PE-Potential. Es sollte deswegen vermieden werden, Komponenten anzuschließen, die ungefiltertes PE-Potential zu dem gefilterten PE-Potential führen.





Laboransicht mit geschirmtem Verteiler
und Ferritfiltern









Ansicht des geöffneten Racks mit:
Störschutztransformator
Netzfilter
Hauptverteilung
(von unten nach oben)





Hier sieht man verwendete Komponenten
vor dem Einbau:
Netzverteiler
Hf-dicht abgeschirmte Gehäuse für Computer
Abgeschirmte Netzkabel